Quartiersmanagement Mariannenplatz - Berlin

Das Quartiersgebiet

Zum Quartiersgebiet gehören folgende Straßen und Häuser:
Adalbertstr.    19-23
Manteuffelstr.    12-14, 18-23, 27-34
Mariannenplatz    4-9a, 12-15, 18-26
Mariannenstr.    2, 51-53
Muskauerstr.    18-40
Naunynstr.    2-11, 17-32
Waldemarstr.    48-56, 58-74, 77a-104
Wrangelstr.    2-16 und 127-131


Bewohner*innen - und Sozialstruktur
Im Quartiersmanagementgebiet Mariannenplatz leben 5.723 Einwohner*innen. Das sind etwa 25% der Bevölkerung des Sozialraumes III. Hinsichtlich der altersmäßigen Zusammensetzung ist das Gebiet als sehr jung zu bezeichnen. In den Wohnblöcken leben mit 29,1% überdurchschnittlich viele Personen unter 25 Jahren. Der Senior*innenanteil macht mit 9,5% nur einen relativ geringen Anteil aus.

Betrachtet man die Sozialstruktur des Gebietes Mariannenplatz, fallen hohe Arbeitslosenzahlen sowie ein hoher Migrationsanteil auf. Die Arbeitslosenquote liegt am Mariannenplatz bei 10,3%. 41,8% der erwerbsfähigen Bewohner*innen zwischen 15 und 65 Jahren erhalten Transferleistungen in Form von Arbeitslosengeld I und II.

Migrant*innen und Kinder bzw. Jugendliche sind überproportional häufiger von Armut betroffen. Der Migrationsanteil ist am Mariannenplatz im Vergleich zu Berlin und Kreuzberg überdurchschnittlich hoch: Der statistische Ausländeranteil liegt bei 36,5%, der Anteil der Bewohner*innen mit Migrationshintergrund ist mit 65,6% deutlich höher.


Wohnumfeld
Das Gebiet Mariannenplatz liegt im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, im ehemaligen SO36. Es zeichnet sich durch eine gute Verkehrsanbindung aus (U-Bahn und Bus) und ist trotzdem relativ verkehrsarm. Durch seine wenig exponierte Lage kann dieser Teil des SO36 als eine vergleichsweise ruhige Wohngegend bezeichnet werden. Das weitläufige Bethaniengelände mit dem Mariannenplatz trägt als vielseitig nutzbare Grünfläche zu einem positiven Lebensgefühl bei. Am Anfang des Mariannenplatzes schließt sich ein Rondell, der Feuerwehrbrunnenplatz, an.

Das Gebiet weist mit 300 EW/ha eine hohe Bewohnerdichte auf. Es umfasst insgesamt fünf Blöcke, davon bilden drei die Großsiedlung Mariannenplatz. Die Großsiedlung besteht überwiegend aus sozialem Wohnungsbau aus den 70er Jahren, sie enthält jedoch auch Altbaubestand. Ein weiterer Wohnblock umfasst ausschließlich Altbaubestand. Der fünfte Block setzt sich aus den Schulgeländen zweier Grundschulen und einigen Wohngebäuden (Neubau) zusammen.

Das äußere Erscheinungsbild der Blöcke ist vielfältig – wie die Sichtweisen darüber. Beispiel Graffiti: Die Einschätzungen reichen von Sachbeschädigung über Kunst bis hin zu farbiger Belebung grauer Betonwände. Der größte Teil der Wohnungen befindet sich im Besitz der Wohnungsbaugesellschaft „degewo“.

Um den Mariannenplatz befinden sich kleine Einzelhandels-, Dienstleistungsbetriebe, Kneipen und Cafes, mehrere Zeitungskioske, ein Hotel, eine Bäckerei, ein Supermarkt. Der Großteil der Gewerbetreibenden ist türkischer Herkunft. Die Gewerbestruktur ist mehrheitlich auf den täglichen Bedarf der AnwohnerInnen ausgerichtet.