Quartiersmanagement Mariannenplatz - Berlin

Feierliches Fastenbrechen mit Umweltbewusstsein

Das diesjährige Iftar/Fastenbrechen stand im Mariannenkiez ganz im Sinne der Umwelt. Das Team von Yeşil Çember, welches unter Leitung von Gülcan Nitsch das QM-Projekt „Stärkung des Umweltbewusstseins und der Verantwortungsübernahme“ leitet, brachte mit Unterstützung der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz das Thema Nachhaltigkeit in den festlich gestalteten degewo-Innenhof der Naunynstraße.
Schon beim Eintreten in dem Innenhof strahlen uns die liebevoll gedeckten weißte Tafeln entgegen. Um das Ende des Ramadans feierlich einzuläuten, wurde von Yeşil Çember keine Mühen gescheut. So kam das Fastenbrechen für einhundert Kiezbewohner*innen dieses Jahr direkt vor die Haustür. Glücklicherweise konnte das Fest trotz des kleinen Gewitters zuvor ohne Einschränkungen stattfinden.

Ina Schulze aus der Abteilung Umweltpolitik, Abfallwirtschaft und Immissionsschutz der Senatsverwaltung begrüßt die Nachbar*innen gemeinsam mit dem deutsch-türkischen Moderator. In Live-Übersetzung wird die Sichtweise der Senatsverwaltung eingebracht, Abfallprodukte nicht nur als Müll, sondern auch als Ressource zu betrachten. Dies in der Nachbarschaft zu vermitteln gehöre ebenso zu den Aufgaben der Senatsverwaltung. In dieser Hinsicht könnte der Mariannenkiez zum Berliner Vorbild werden. Gemeinsam mit einem weiteren Friedrichshainer Kiez ist er zum Modellprojekt für Umweltvermittlung geworden.

Ein wichtiger Schritt in Richtung Nachhaltigkeit

Das heißt, dass das umweltbewusste Fastenbrechen nur eines von vielen Projekten sein wird, die sich mit Müll, Sperrmüll und Umweltverantwortung auseinandersetzen. Natürlich ist es ein langer Weg zur vollständigen Umsetzung eines nachhaltigen Lebensstils – „aber irgendwo muss man anfangen“, meint Gülcan Nitsch von Yeşil Çember. Deshalb sei es wichtig, auch bei einem nachbarschaftlichen Fastenbrechen konsequent nachhaltig zu sein: Kein Plastikgeschirr, Stoffservietten und ein selbstgekochtes Menü – denn nachhaltig kann auch festlich sein.

Um 21.20 Uhr war es dann so weit. Das Team von Yeşil Çember serviert Linsensuppe, Brot, Gemüse, Reis und Ayran – gemeinsam mit den einhundert Nachbar*innen wurde die Fastenzeit gebrochen. Die gelungene Aktion ist auch im Sinne der degewo, die an diesem Abend durch Elke Benkenstein und Andreas Kistner vertreten ist. Denn selbstverständlich ist auch sie daran interessiert die Müllsituation im Hof zu verbessern. Momentan sind die Mehrkosten für zusätzliche (Sperr-)müllentfernung sehr hoch und fallen auch der Mieter*innengemeinschaft zur Last.

Um an die wichtige Umweltbotschaft auch täglich erinnert zu werden, gab es kostenfreie Biomülleimer (Vorsortierbehälter) für die Nachbar*innen zum Mitnehmen. Außerdem ist ein Team von Yeşil Çember ab jetzt immer montags im degewo-Innenhof vor Ort, um als mobile Umweltberatung über Mülltrennung und dergleichen zu informieren und Tipps und Tricks zu geben, diese im Alltag zu integrieren. Auch das Thema Mülltonnen und Elektroschrott wird dabei eine Rolle spielen. Im September (12.-16.) wird wieder ein Sperrmüll-Tauschtag mit der degewo stattfinden. Die Grundsteine sind gelegt für einen nachhaltigeren Lebensstil im Mariannenkiez.

Bei Interesse zur Mitarbeit oder Kooperation mit Yeşil Çember melden sie sich bei info@yesilcember.eu


Alina Schütze